Starkes Statement gegen Rechts

Aktuelles Amtsblatt

Seit über einem Jahr sitzen im Freiburger Gemeinderat zwei AfD-Stadträte und genauso lange macht vor allem einer von ihnen durch rassistische, frauenfeindliche und menschenverachtende Aussagen in den Gremien und den sozialen Medien auf sich aufmerksam. Lange ließen die Stadträtinnen und Stadträte diese unkommentiert. Doch sein Tweet zum Thema „moderner Feminismus“ konnten und wollten die restlichen 46 Rätinnen und Räte nicht unkommentiert lassen und so hielt unser Fraktionsmitglied Gerlinde Schrempp als lebensälteste Rätin stellvertretend für das restliche Gremium in der vergangenen Gemeinderatssitzung eine wortstarke und engagierte Rede gegen die beide. „Auf widerwärtige und abstoßende Weise versuchen Sie, Frauen zu beleidigen und herabzusetzen“, wandte sich die Freie Wählerin an den Verfasser des unsäglichen Tweets, „aber das setzt ein Mindestmaß intellektueller und moralischer Eigenschaften des Beleidigers voraus. Beides lässt sich bei Ihnen nicht erkennen“. Für Gerlinde Schrempp sowie das gesamte Gremium „ist es schon erstaunlich, wenn ein früherer Bürgerkriegsflüchtling, der von diesem Staat in bekannter humanitärer Art aufgenommen, dem jegliche Hilfe und Unterstützung zuteilwurde, sich nun permanent fremdenfeindlich und rassistisch äußert, diesen Staat in bekannter Manier bekämpft“. Anstand, Empathie und Respekt – Eigenschaften, die für ein Mandat im Freiburger Gemeinderat Grundvoraussetzungen sind – sind jedenfalls nicht zu erkennen. Bei keinem der beiden. Da dürfen sie sich auch nicht wundern, „dass alle Fraktionen des Freiburger Gemeinderates es ablehnen, in kommunalpolitischen Themen mit Ihnen zusammenzuarbeiten“, schloss Gerlinde Schrempp ihre beherzte Rede.

Downloads