Einfach und verständlich über Wohngeld informieren

Aktuelles Amtsblatt Soziales

Die Mieten steigen von Jahr zu Jahr und bezahlbarer Wohnraum ist zunehmend schwerer zu finden. Wohngeld kann dagegen helfen. Dennoch nehmen erstaunlich wenige den Zuschuss vom Staat in Anspruch, obwohl sie berechtigt wären. Die Gründe hierfür sind unterschiedlich: Viele Berechtigte kennen ihren Anspruch nicht, immer wieder wird Wohngeld mit Harz IV verwechselt, einigen ist der bürokratische Aufwand zu kompliziert oder zu groß und wiederum andere verstehen die Formulierungen nicht und versuchen daher erst gar nicht, einen Antrag zu stellen.  Dabei hätten gerade in teureren Städten, zu denen Freiburg allemal zählt, viele einen tatsächlichen Anspruch. Denn Wohngeld erhält, wer selbst für seinen Unterhalt sorgt, aber nur wenig Geld verdient und davon hohe Mieten bezahlen muss. In Freiburg haben im vergangenen Jahr lediglich 2.355 Bürgerinnen und Bürger von ihrem Recht auf Wohngeld Gebrauch gemacht. Das kann auch an der fehlenden Information von städtischer Seite liegen. Deshalb sprechen sich die Freien Wähler für eine kommunale offensive Informationsstrategie aus, um umfassend über den grundsätzlichen Anspruch auf Wohngeld aufzuklären. In einem Brief an den Oberbürgermeister empfiehlt die Fraktion eine solche Strategie in einfacher sowie verständlicher Sprache zu entwickeln. Mit Infobroschüren, extra eingerichteten Hotlines und entsprechenden Links auf der städtischen Homepage soll mehrsprachig jede Bürgerin / jeder Bürger alles zum Thema Wohngeld erfahren können. Denn das Wohngeld kann ein wirksames Mittel sein, um den rasant steigenden Mieten zugunsten Antragsberechtigter Mieterinnen und Mieter zu begegnen, ohne dass die Stadtkasse dafür belastet werden muss, da das Wohngeld von Bund und Land bezahlt wird.

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