Argumentieren statt Lamentieren, vor allem aber wählen gehen!

Amtsblatt Bauen, Umwelt und Verkehr Aktuelles

Die Freien Wähler haben nicht nur den Bürgerentscheid zum Neubau des SC Stadions initiiert, sondern ausdrücklich den Bürgerentscheid zum Bau des neuen Stadtteils Dietenbach. Die direkte Teilhabe der Bürgerinnen und Bürger ist ein wichtiges Zeichen im Sinne gelebter Demokratie. Unverständlich und inakzeptabel ist jedoch zum Teil die Argumentation gerade jener, die den Bürgerentscheid initiiert haben. Im Vorfeld einer solch wichtigen Entscheidung muss seriös und umfassend über das Für und Wider informiert werden, damit sich alle ein fundiertes Urteil bilden können. Nur so kann eine Abstimmung ihren Sinn haben. Leider weist die Kampagne der Gegner des neuen Stadtteils aber die gleichen Züge auf, wie bereits beim Bürgerentscheid zum Stadionbau. Damals waren es abstürzende Flugzeuge und in Krankenhäusern sterbende Menschen, die wegen des SC Stadions ihr dringend benötigtes Organ nicht erhalten konnten. Heute werden apokalyptische Szenarien, nach dem Motto „wer Dietenbach sät, wird ... ernten“ bemüht. Auf großer Bühne wird sodann verkündet, dass nur jene, die bei klarem Verstand sind, in der Lage seien eine vernünftige Entscheidung - natürlich gegen Dietenbach - zu treffen. Überheblichkeit und Arroganz lassen grüßen. Bedenklicher ist jedoch, dass insbesondere die Dietenbach-Gegner keine umsetzbaren Lösungsvorschläge machen, sondern ausschließlich auf Emotionen und Verunsicherung setzen. Wer ernsthaft behauptet, das vorherrschende Wohnungsproblem in Freiburg könne zum Beispiel dadurch gelöst werden, indem Paare, die sich getrennt haben, „zur Vernunft kommen und wieder zusammenziehen“, muss sich ernsthaft fragen lassen, ob er die Realität akzeptiert, vor allem aber, ob er die Sorgen und Nöte der Freiburgerinnen und Freiburger ernst nimmt. Sicherlich gibt es ernstzunehmende Bedenken, die gegen den neuen Stadtteil sowie den Verlust landwirtschaftlicher Fläche sprechen. Unsere Überzeugung ist es jedoch, dass wir eine wirksame Antwort zu den Themen Wohnungsnot, Stadtentwicklung und sozialer Gerechtigkeit geben müssen.

Daher: Am 24. Februar 2019 wählen gehen!

 

 

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