Straßenmusik braucht Platz

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Bereits seit der Antike gehören Straßenmusikanten, damals waren sie als Wandersänger bekannt, zum Bild einer jeder größeren Ansiedlung. Seit jeher erfreuen sie das geneigte Publikum und verärgern die, die sich durch diese Art der Kleinkunst gestört fühlen. Auch in Freiburg  hört man - vor allem bei angenehmen Temperaturen - an vielen Plätzen und in der Fußgängerzone mal mehr, mal weniger gute Darbietungen von Straßenmusiker_innen. Damit das Ganze in einem ertragbaren Rahmen für die Anwohnenden sowie den Beschäftigten der umliegenden Geschäfte, Praxen und Büroräume bleibt, ist es richtig, dass die Stadt Regeln für die Musiker_innen vorgibt, wie zum Beispiel nach fünfundvierzig Minuten Spielzeit einen Standortwechsel vorzunehmen, Musik nur zu bestimmten Zeiten an bestimmten Orten und ohne die Verwendung von Tonverstärkern. Unverständlich ist für uns jedoch, warum bei dem überarbeiteten Merkblatt, welches der Gemeinderat in seiner kommenden Sitzung beschließen soll, der Rotteckring für Straßenmusikant_innen tabu sein soll. Gerade im Hinblick auf Stadtortwechsel wäre es hilfreich, wenn es mehr ausgewiesene Plätze gäbe. Ein zusätzlicher Vorteil des Rotteckboulevards wäre, dass er großzügig angelegt ist und eine größere Distanz zu den umliegenden Gebäuden aufweist. Ebenso sollte überlegt werden, ob nicht auch der Platz der Alten Synagoge an Samstagen für Straßenmusik erlaubt sein sollte. Und zwar der Teil des Platzes, der an die Bertholdstraße grenzt. Auch sind wir gegen eine strenge Reglementierung der Instrumente. Dudelsack und Didgeridoo sind beispielsweise alte traditionelle Instrumente, die wir in unserem Alltag selten zu sehen und zu hören bekommen. Daher sind gerade sie es, die Straßenmusik zu einem Erlebnis machen. 

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