Parkgebühren erhöhen ohne Gesamtkonzept - nicht mit uns!

Aktuelles Amtsblatt

In der kommenden Gemeinderatssitzung am Dienstag, 12. November, sollen die Gemeinderätinnen und Gemeinderäte über die Fortschreibung der Parkgebührensatzung sowie einer Änderung der Parkzonen beschließend abstimmen. Die Fraktion der Freien Wähler wird der Gebührenerhöhung nicht zustimmen, solange die Verwaltung kein Gesamtkonzept für die Erreichbarkeit der Innenstadt vorlegt. Denn die alleinige Anhebung der Parkgebühren wird nachdrücklich zu einer enormen Veränderung der Freiburger innerstädtischen Einzelhändler sowie der Handwerksbetriebe, aber auch eines großen Teils von Besucherinnen und Besuchern führen. Der Freiburger Einzelhandel sieht sich schon jetzt durch den Onlinehandel enormen Herausforderungen ausgesetzt und erwartet insoweit Unterstützung vom Gemeinderat in Form der Stärkung der Freiburger Innenstadt. Hierzu zählt in besonderem Maße die Verbesserung der Erreichbarkeit der Innenstadt. Und hier liegt das Problem! Für die meisten Besucherinnen und Besucher ist die Nutzung des ÖPNV schlichtweg nicht möglich, weil die Ausgangsbedingungen derart ungünstig oder mit erheblichem Zeitaufwand verbunden sind. Daher benötigt Freiburg deutlich mehr P+R-Parkplätze als aktuell vorhanden, die außerdem eine optimale Anbindung an den ÖPNV garantieren. Das bedeutet, dass direkt an den Parkplätzen eine Bus- oder Bahnhaltestelle angebunden ist, die von Bus oder Bahn in kurzen regelmäßigen Abständen angefahren werden. Zudem wäre es sinnvoll, wenn das Parkticket gleichzeitig als Fahrticket fungiert. Zweckfremde Nutzung der P+R-Plätze kann durch Kontrollen unterbunden werden. Und nicht zuletzt sollte das Konzept eine verbesserte Innenstadterreichbarkeit mit dem Fahrrad beinhalten, was die Schaffung von zusätzlichen Fahrradabstellmöglichkeiten impliziert.

 

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