Quartiersarbeit in Freiburg

Aktuelles Amtsblatt

Die Quartiersarbeit in Freiburg muss neu aufgestellt werden. Die Freien Wähler setzen sich für die Erarbeitung eines Gesamtkonzeptes, also von generellen, stadtteilübergreifenden Leitlinien für die Gemeinwesenarbeit in Freiburg seitens der Verwaltung in Kooperation mit den Akteuren ein. Dafür sollen die Ergebnisse der Studie von con_sens  mit einfließen und mit den bisherigen Trägern diskutiert und weiterentwickelt werden. Diese Partizipation der Akteure ist von großer Bedeutung für die Nachhaltigkeit und Kontinuität in der Quartiersarbeit. Die Gegebenheiten und Heterogenität jedes einzelnen Stadtteils sollen berücksichtigt werden und fließen in das Konzept mit ein. Als Organisationsform soll ein Dachverband mit Koordinierungsfunktion innerhalb der Quartiersarbeit gegründet werden. Alle Träger und die Stadt Freiburg sind Mitglied des Dachverbandes. Im Vereinsvorstand sind Angestellte der Stadtverwaltung vertreten und wirken steuernd auf die Arbeit ein. Die einzelnen Träger arbeiten jeweils vor Ort anhand des neuen Konzeptes mit Evaluationen und Bewertungen. Es gibt in Freiburg bereits ähnliche Steuerungsmodelle, wie den Koordinationskreis Jugendberufshilfe. Analog dieses Modells sollte der Dachverband etabliert werden. Die Einrichtung einer Koordinationsstelle Quartiersarbeit ist zu begrüßen, soll aber innerhalb des neu zu konstituierenden Dachverbandes wahrgenommen werden. Die Mitarbeiter/innen sind zunächst weiterhin über ihre bisherigen Träger angestellt, jedoch mit klar formulierten Stellenbeschreibungen und Aufgabenbereichen. Über eine zukünftige Anstellung ebenfalls im Dachverband soll nachgedacht werden. Ziel muss es sein, das vorhandene bürgerschaftliche Engagement und die Selbstorganisation in allen Stadtteilen nicht nur zu erhalten, sondern auszubauen. Dafür ist es erforderlich, die Erfahrungen und Kompetenzen der momentanen Mitarbeiter/innen der Quartiersarbeit  in den Stadtvierteln mit einzubinden. Eine Trägervielfalt bietet dann Vorteile, wenn sie gut organisiert und gesteuert wird. Eine völlige Übernahme der Quartiersarbeit in städtische Hand entspricht jedoch nicht der Freiburger Systematik!

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