Jugendgerechte Kommune

Aktuelles Amtsblatt

Wie schaffen wir es, die Rahmenbedingungen und Teilhabechancen für Jugendliche in der Gesellschaft zu stärken? Wie können wir sie an relevanten Fragestellungen der Kommunalpolitik beteiligen und ihr Interesse wecken? Wie kann eine ganze Stadt „jugendgerechter“ werden? Diesen Fragestellungen geht seit 2015 das Projekt „Handeln für eine jugendgerechte Gesellschaft“ nach. Finanziert durch das Bundesjugendministerium haben verschiedene Kommunen aus dem ganzen Bundesgebiet teilgenommen. Die wirkungsvolle Beteiligung von Jugendlichen und ihren Interessensvertretungen spielen dabei die zentrale Rolle.

Freiburg ist zu diesem Thema bereits in verschiedenen Bereichen aktiv, sei es mit dem Qualipass für Jugendliche, der Kenntnisse nachweist und Berufsorientierung gibt. Mit Projekten für Jugendliche im Bereich Umwelt- und Naturschutz oder durch die Förderung zahlreicher Jugendzentren im Stadtgebiet. Vor allem aber mit der Einrichtung des 8er-Rats wurde eine Plattform der aktiven Beteiligung und Mitbestimmung für Schüler/innen im Gemeinwesen geschaffen. Diese stärkere Teilhabe an Politik sollte weiter ausgebaut werden. Gerade die Kommune bietet die größte Chance, Jugendliche für das politische Geschehen zu interessieren, da sie von den Entscheidungen unmittelbar betroffen sind. Wenn junge Menschen eigene konkrete Bedürfnisse und Ideen vorschlagen können und dann erleben, dass diese Projekte umgesetzt werden, erfahren sie Wertschätzung, stärken ihre demokratische Kompetenz und werden motiviert, weiterhin Politik vor Ort zu gestalten. Die aktiven Jugendlichen sind Multiplikatoren in Vereinen und Jugendinitiativen.

Für eine Kommune ist es von entscheidender Bedeutung, dass auch die Belange, Ideen und Zukunftsvisionen der Jugendlichen berücksichtigt und ein Teil der Politik werden. Die Ergebnisse des Projektes jugendgerechte Kommunen könnten helfen, den Dialog zwischen Politik und Jugend zu stärken. Die dort entwickelte Werkzeugbox gibt Argumentationshilfen und konkrete praxisrelevante Empfehlungen für Jugendliche und Verwaltung.

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