Freiburger Regulierungswut

Amtsblatt

Wer in Freiburg eine größere Veranstaltung oder ein Fest organisieren will, muss sich auf eine hohe Last an Auflagen und Kosten einstellen. Keine Frage, Sicherheitsauflagen bei Großveranstaltungen sind wichtig und haben sich auch andernorts zu Recht verschärft. Aber wird nicht auch teilweise übertrieben, wenn die Kosten dafür von den Betreibern bald nicht mehr zu finanzieren sind? Dies hat im Falle des Freiburger Weinfestes bereits dazu geführt, dass sich namhafte Gastronomen auf dem Münsterplatz „verabschiedet“ haben. Es gilt also sich Gedanken darüber zu machen, welches Zukunftskonzept auch langfristig tragfähig ist, um den Erfolg der letzten Jahrzehnte, den diverse Veranstaltungen zweifelsfrei hatten, nicht zu gefährden. Insbesondere muss z. B. den Beschickern des Weinfestes, also den Winzern, Winzergenossenschaften und Wirten genug Luft zum Atmen und Geld verdienen gelassen werden. Manche Auflage und Zulassungsbestimmung sollte nachdrücklich auf ihre Sinnhaftigkeit und tatsächliche Notwendigkeit hin überprüft werden. Schließlich sollte man Feste und Veranstaltungen nicht „totregulieren“.

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