Ängste ernst nehmen und Handeln!

Soziales Aktuelles Amtsblatt

 Eine Veranstaltung der Freien Wähler am vergangenen Dienstag zum Thema „Sicherheit in Freiburg“ stieß, wie nicht anders zu erwarten, auf rege Resonanz. Verantwortliche Mitarbeiter/innen der Polizei berichteten über die aktuelle Schieflage, gaben Tipps und äußerten ihre Wünsche an die Verantwortlichen in Justiz und Politik. Vor allem aber zeigte die Veranstaltung eins: viele Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt, vorrangig Frauen, haben zunehmend Angst, allein im öffentlichen Raum oder in der Natur unterwegs zu sein. Der Ruf nach Stuttgart und die Forderung nach mehr Polizei sind zwar richtig, die Erfolgsaussichten aber eher gering. Die Verantwortlichen der Freiburger Kommunalpolitik müssen sich daher fragen, ob und wenn ja welche eigenen Antworten gefunden werden können, um dieses Feld nicht anderen „grauen oder alternativen Politakteuren“ zu überlassen. Bei den Ängsten der Bürgerinnen und Bürger handelt es sich keineswegs um Vorbehalte oder Vorurteile gegenüber Zuwanderern und Flüchtlingen, denn die „gefühlte Unsicherheit“ spiegelt sich vielmehr in den Statistiken der Polizei wider. Dass es inzwischen auch in Freiburg „no go area´s gibt, ist eine traurige Wahrheit. Wir können natürlich an die Justiz appellieren, konsequenter gegen Straftäter vorzugehen, sollten jedoch zugleich auch entscheiden, was wir selbst tun können. Sicherlich wäre es richtig und notwendig die Einführung eines Kommunalen Ordnungsdienstes, der in anderen Städten längst gang und gäbe ist, erneut auf die Tagesordnung der Kommunalpolitik zu setzen. Aber auch andere intelligente Angebote können dazu beitragen für mehr Sicherheit und Vertrauen zu sorgen. So regen wir - wie auch vom Bürgerverein Oberwiehre-Waldsee gefordert - die Einführung eines Frauentaxiangebotes zu Haltestellen der VAG an. Stuttgart macht es vor. Doch leider hat die Freiburger Verwaltung schon signalisiert, dies nicht umzusetzen. Mehr Beleuchtung von Fuß- und Radwegen, vor allem aber der offene Umgang mit dem Thema „Sicherheit“, die Förderung des Bürgerschaftlichen Engagements und die Unterstützung von Vernetzungen, z.B. von Frauen sind nur einige Handlungsfelder, die es zu unterstützen gilt.

Downloads