Lorettobad - Lernen von den Nachbarn

Soziales Aktuelles Amtsblatt

In den letzten Wochen kam es im Freiburger Frauenbad unter den Besucherinnen zu Konflikten, wohl vor allem zwischen Stammgästen und muslimischen Frauen aus dem Elsass. Zu langes Zögern bezüglich eines Eingreifens seitens der Regio-Bäder GmbH hat nun zum Eklat mit Handgreiflichkeiten geführt. Die Hoffnung, solche Probleme werden sich von alleine lösen, hat sich mal wieder als Irrweg erwiesen. Lobenswert ist, dass die Bade-Regeln im Lorettobad bereits in verschiedenen Sprachen verfasst wurden. Doch sie müssen noch klarer formuliert werden und für alle verbindlich sein. Obwohl es eigentlich selbstverständlich sein sollte, dass Besucherinnen nicht in Straßenkleidern ins Wasser gehen oder Grillen auf dem Rasen tabu ist, müssen auch diese Vorschriften ausdrücklich aufgeführt werden. Und es muss dringend auf deren Einhaltung geachtet werden! Vielleicht sollten die Bademeisterinnen mehr Kompetenz erhalten und bei wiederholter Nichteinhaltung der Regeln die Gäste des Bades verweisen können. Zumal offenbar generell das Personal mit wenig Respekt behandelt wird. Verschiedene Kulturen und Generationen müssen auch in anderen Schwimmbädern miteinander klar kommen, klare Strukturen und Regeln, die für alle gelten, können hier nur hilfreich sein. Das Damenbad in Basel hatte ähnliche Probleme und konnte mit strengeren Vorschriften Erfolge verbuchen. Warum also nicht von den Nachbarn lernen und deren Erfahrungen nutzen? Eine Informationskampagne bezüglich der neuen Regeln gleich am Eingang des Bades ist sicher zunächst aufwändig, wird sich aber auf Dauer auszahlen.

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