Kontrolle tut nicht weh!

Aktuelles Amtsblatt

Freiburg baut und baut, vor allem auch „in eigener Angelegenheit“. Hier eine neue Schule oder ein Kindergarten, dort eine neue Polizeiwache oder ein Verwaltungsgebäude, neben einer Vielzahl von Sanierungsvorhaben. Leider nur allzu oft werden die konkreten Kostenkalkulationen bei diesen öffentlichen Bauvorhaben nicht eingehalten und zum Teil deutlich überschritten. Auch wenn Freiburg bisher von Extremen, wie Stuttgart 21, oder dem Berliner Flughafen verschont blieb, treffen die Baukostenüberschreitungen den Freiburger Haushalt zum Teil hart. Diese Feststellung beinhaltet keinen Vorwurf an die Bauverwaltung, denn diese ist seit Jahren überlastet und zudem auch nicht auf ein intensives Kostencontrolling „ausgelegt“. Umso unverständlicher ist, dass der Antrag der Fraktion der Freien Wähler, einen Betrag in Höhe von jährlich € 60.000,00 für ein externes Baukostencontrolling in den Doppelhaushalt einzustellen, ohne Unterstützung anderer Fraktionen blieb und abgelehnt wurde. Nach unserer Überzeugung kann eine solche Investition dazu beitragen, dass der Stadt riesige Beträge für Baukostenüberschreitungen erspart bleiben, weil ausgewiesene Experten sowohl bei Kostenkalkulation, als auch bei der Überwachung der laufenden Baukosten einbezogen werden. Es geht also nicht darum, an der Kompetenz unserer Baurechtsbehörde zu zweifeln, sondern den zusätzlichen Blick eines von außen auf das Projekt schauenden Experten zu gewinnen. Unsere Fraktion hofft nun auf die Unterstützung des Antrages bei der Verabschiedung des Doppelhaushaltes am 02. Mai 2017, damit wenigstens für den Zeitraum von zunächst zwei Jahren Erfahrungen gesammelt werden können. Die Diskussion um das Controlling von Baukosten wird natürlich nicht nur in Freiburg, sondern in vielen Städten und Gemeinden geführt.

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