„Eine Investition in Wissen bringt noch immer die besten Zinsen“

Amtsblatt

Dieses Zitat von Benjamin Franklin zeigt, wie wichtig und sinnvoll es ist, in Bildung - und als Grundlage dafür -  in die Sanierung diverser Schulen in Freiburg zu investieren. Auch die Kinderbetreuung und der Ausbau der Jugend- und Sozialarbeit muss weiter gestärkt und unterstützt werden, sind sie doch ein wichtiger Beitrag zur Chancengerechtigkeit in unserer Gesellschaft. Der Ausbau der Betreuungsplätze sowie der Ferienbetreuung ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für den Wiedereinstieg vieler Frauen ins Berufsleben und die Grundlage für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf aller Eltern. Bildung, Bürgerschaftlichem Engagement und Teilhabe liegen den Freien Wählern besonders am Herzen und so sind unsere Haushaltsanträge geprägt von der Bereitschaft, vor allem in diesen Bereichen diverse Institutionen noch stärker zu unterstützen. Eine der größten Herausforderungen die Freiburg bewältigen muss, ist das Thema Bauen und Wohnen. Die Stadt entwickelt sich weiter, die Einwohnerzahlen werden auch in den nächsten Jahren steigen. Nach wie vor brauchen wir deshalb eine große Zahl an neuen Wohnungen für alle Einkommensgruppen - auch über den Flächennutzungsplan 2020 hinaus. Selbst wenn tatsächlich das neue Gebiet Dietenbach kommen wird, müssen wir vorausblickend für die nächsten 20 Jahre bereits jetzt planen. Hierfür fordern wir, endlich eine externe Task Force für die kurzfristige Bereitstellung von Bauflächen zu beauftragen, ohne diese im Vorfeld mit politischen Vorgaben zu beschränken. Die jetzige Situation der akuten Wohnungsnot fordert neue Antworten. Viel Potential, zum Beispiel beim Bestand der Stadtbau grundsätzlich die Dachgeschosse zu erweitern und zu Wohnraum auszubauen, ist bisher ungenutzt. Den Freien Wählern ist der Themenbereich Inklusion mit den Unterpunkten Barrierefreiheit und nachhaltige Quartiersentwicklung ein großes Anliegen. Auch wenn in Regel-Kindergärten und Schulen Menschen mit verschiedenen Handicaps verstärkt ankommen, fehlt es im Einzelfall in allen Bereichen immer noch an geeigneten Beratungs- und Finanzierungsmöglichkeiten. Die Systeme müssen schnellstmöglich an die Vielfalt der Menschen angepasst werden und nicht anders herum. Mit der vom Gemeinderat beauftragten Gesamtstrategie Inklusion werden  wir uns in den nächsten Monaten bis zur Verabschiedung beschäftigen. Inklusion muss als Querschnittsaufgabe und als Bestandteil der Nachhaltigkeit in Freiburg anerkannt und finanziert werden, denn sie ist mehr als die Unterstützung für Menschen mit Handicap. Sie  bedeutet die Öffnung der Kommune für die unterschiedlichen Bedürfnisse aller Bewohner/innen. Durch die vielen Krisen auf der Welt wird der Flüchtlingsstrom weiterhin anhalten. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge rechnet mit ca. 300.000 Flüchtlingen, die dieses Jahr nach Deutschland kommen werden, davon 33.000 nach Baden-Württemberg. Hier sind alle Städte und Regionen gefragt und Freiburg soll und wird auch in diesem Punkt eine offene Stadt sein. Die traumatisierten Menschen müssen aufgenommen und mitgenommen werden, das heißt, eine Willkommenskultur erfahren. Eine gute medizinische und sozialarbeiterische Betreuung sowie das Angebot an Sprachkursen sowohl bei der Erstaufnahme als auch bei der Anschlussunterbringung sind dabei unabdingbare Voraussetzung - gerade und besonders für die Einrichtung der Landeserstaufnahmestelle (LEA). Zu dieser Willkommenskultur gehört auch das Recht auf Arbeit und es sollte über eine Ausweitung der Beschäftigungs– und Qualifizierungsmöglichkeiten nachgedacht werden. Neben den humanitären Aspekten sind wir der Überzeugung, dass Vielfalt nicht hinderlich, sondern eine Bereicherung ist, von der alle profitieren können.

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